Archiv für den Monat: November 2008

Was verstehen Sie unter einem normalen Kaffee?

Ich werd bekloppt – hier der Dialog mit dem redseligen Kellner:
P: einen Kaffee bitte und einen frisch gepressten Orangensaft.
K: Was für einen Kaffee?
P: einen Normalen bitte
K: Was verstehen Sie unter einem normalen Kaffee?
P: (Kamm schwillt, Kravatte wir eng, Auge zuckt unkontrolliert) Einfach einen Kaffee!
K: Tja, das kann ein Latte Macchiato, ein Milchkaffee oder sonst etwas sein. Oder meinen Sie einen Filterkaffee?
P: Einen Filterkaffee.
K: OK.
Der kam dann auch prompt.


Lecker war er. Der Kaffee. Da faellt mir doch Werbespot ein, wo versucht wird, bei einer Bestellung keine Gegenfrage zu bekommen! 😉

Da waere es doch einfacher, die Antworten auswendig zu lernen. Also, Bestellung, ja, ja, nein, klein, ja, mitnehmen, danke.

Chinesische Demokratie – Guns N‘ Roses Rezension

Die Neue von den „Gewehren und Rosen“ ist draussen:
Guns N' Roses - Chinese Democracy

Das erste Lied mit dem gleichen Namen wie der Silberling faengt mit einem bekannten Gitarren Riff an, dann folgt die seit 15 Jahren vermisste Stimme von Axl. Ohne Kopf wackeln und mit Zeigefinger und kleinem Finger in die Luft gestreckt ist dieses Lied schwer zu ueberstehen. Stimmengewirr am Anfang des Stueckes, wie ueberlagerte Radiosender, lassen auf ein viel versprechendes Musikvideo hoffen.

Das zweite Stueck klingt zu Beginn wie ein Wecker, laeuft dann aber krachend mit Moll-Riffen weiter. Elemente vom Stueck Firestarter (The Prodigy) und ein Wechselgesang von Axl mit sich selbst klingen sehr dynamisch und entwickeln ein nie enden wollenden Metal-Song.
Im dritten Stueck „Besser“ singt Axl nun endlich in der Strophe alleine, ohne seine oktavierte Stimme, wie in den Stuecken 1 und 2. Der laessig gesungene Refrain ladet zum Mitsingen ein, ebenso wie die der Backround-Chor zum Ende des Songs.

Beim vierten Stueck „Strassen der Traeume“ koennte man denken, gleich fingen die Back Street Boys an zu singen, jedoch mit dem Einsatz der verzerrten Gitarre und dem Gesang von Axl, kann man sich die wieder beruhigen, doch die richtige Scheibe gekauft zu haben. Spaetestens jetzt sollte man die Fenster schliessen oder die Kopfhoerer aufsetzen, denn leise kann diese Musik nur schwer gehoert werden.

Das fuenfte Stueck „Wenn die Welt“ beginnt leicht asiatisch – Geigen im Hintergrund geben eine gewisse Tragik. Mit Axls klarer hoher Stimme wird hier bewusst, dass all die Jahr ohne Guns N‘ Roses Neuerscheinungen seiner Stimme nicht angehabt zu haben scheinen. Eine Telefonunterbrechung, sowie eine Gitarrensolo mit Obertoenen runden das Stueck ab. Spaetestens beim zweiten Hoeren dieses Stueckes hat man das Gefuehl, es bereits schon viele Male gehoert zu haben. Axls Stimme im Radioklang mit einer flamenco anmutenden Gitarre unterbrechen das Lied kurzzeitig, um dann erneut durchzustarten.

Beim sechsten Stueck „Da war eine Zeit“ sind im Hintergrund ein Glockenspiel und Geigen zu hoeren, die aber kurz danach von einem heftigen Gitarren-Riff ausgetauscht werden, um dann erneut mit Klavier und Geigen dem Stueck viel Abwechslung zu geben. Es laeuft dann schoen aus, also genau richtig zum Kopfschuetteln bei der naechsten Cocktail-Party. 😉

Im siebten Stueck „Faenger im Roggen“ koennte auch ein Anfang von Herberts G. Stuecken sein, entpuppt sich dann aber schnell zu einen melodischen Ballade mit viel Wumms.
Auch hier unterbrechen Geigen den Ablauf und eine Axel-Chor mit „Lana nana na na na“ untermalt ein Gitarrensolo.
Im achten Stueck wird „gekratzt“ und es beginnt mit einem kleine A Cappella Gesang, bei dem bewusst wird, das gute Musiker eben auch gut singen koennen – unabhaengig vom Instrument. Danach geht es jedoch richtig heftig weiter, wobei der anfaengliche A Cappella Gesang hierbei den Refrain bildet.

Im neunten Stueck „Riad und die Beduins“ koennte man glauben, beim Gitarrensolo Einlagen vom Skyscraper Album von David Lee Roth zu hoeren – doch es spielt kein Steve Vai, sondern Ron “Bumblefoot” Thal an der Gitarre.

Lied Nummer 12 „Madagaskar“ beginnt mit „der Fuchs ist tot“ – einem Blaeserarrangement fuer Waldhoerner. Der Frontmann klingt hier wie ein alter Mann, oder Mann mit Frosch im Hals. Aber keine Angst, schon nach einigen Takten findet Axl wieder zu seiner bekannten Stimme – hoch wie tief. Auch hier lassen Radio-Elemente einschließlich den bekannten Worte von Martin Luther King mit „I have a dream, free at last, free at last“ auf ein interessantes Musikvideo schliessen.

Hier ist es nun: das „November Rain“ des neuen Albums. Mit viel Klavier, Geigen und dem traurigen Axl. Die Melodie laesst die Feuerzeuge erleuchten und ein gemeinsames Mitschunkeln erwarten.

Beim Kauf ueber den iTunes Store wird ein digitales Buch mitgeliefert, welches in einer Groesse von 5 MByte unter anderem Axel mit Rasterlocken zeigt. Alle Texte zum Auswendiglernen sind ebenfalls vorhanden. Das in Sepia-Braun-Rot gehaltene Buechlein sieht aus wie eine Mischung aus einem Plattencover aus 70er und meine ersten Papier-Schere-Klebstift-Arbeiten aus der dritten Klasse.

Fazit: Diese Musik sollte in keiner Metal- oder Hardrock-Sammlung fehlen. Ob Enddreissiger, Mittvierziger oder auch neuer Fan der Rockmusik: mit exzellentem Gitarren-Riffs und einem nie weg gewesenen Gesang von Axl Rose ist dieses Album ein muss. Und wer weiss, wenn es wieder 15 Jahre dauert, bis das nächste Album erscheint, hat man bis dahin 14 frische Tracks, die einem bis dahin über Wasser halten.

CA im Sekret.

Na das kann ja viel heißen. Besonders verwirrend, wenn es im Krankenhaus beim Patienten an eine Tafel geschrieben steht. Dann koennte es „Krebs im Sekret“ bedeuten, was sicherlich Anlass zur Sorge geben koennte. Also CA fuer Cancer=Krebs.

Heisst es aber nicht. Es bedeutet lediglich, dass der „Chefarzt im Sekretariat“ zu finden ist! 😉